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International 18.01.2026, 02:18 Aktualisiert: 18.01.2026, 16:05

Portugal wählt neuen Präsidenten: Stichwahl im Februar wahrscheinlich – Ventura, Seguro und Cotrim de Figueiredo vorn

In Portugal findet am 18. Januar 2026 die Präsidentschaftswahl zur Nachfolge von Marcelo Rebelo de Sousa statt.

Wichtige Fakten

  • In Portugal findet am 18. Januar 2026 die Präsidentschaftswahl zur Nachfolge von Marcelo Rebelo de Sousa statt.
  • Zur Wahl stehen elf Kandidaten (zehn Männer, eine Frau).
  • Für den Wahlsieg ist eine absolute Mehrheit erforderlich; Umfragen erwarten, dass diese im ersten Wahlgang niemand erreicht – eine Stichwahl im Februar gilt als wahrscheinlich.
  • Chancen auf den Einzug in die Stichwahl haben je nach Umfragen vier oder fünf Bewerber; häufig genannt werden André Ventura (Chega), António José Seguro (Sozialdemokrat) und João Cotrim de Figueiredo (Liberale/konservativ-liberale Liberal Initiative).
  • Laut einer am Freitag vor der Wahl veröffentlichten Pitagórica-Umfrage liegt Seguro bei 25,1%, Ventura bei 23,0% und Cotrim de Figueiredo bei 22,3% (knappes Rennen innerhalb der Fehlertoleranz).
  • Chega hat zuletzt stark zugelegt und ist inzwischen zweitstärkste Kraft im Parlament; bei der Parlamentswahl im Mai 2025 kam die Partei auf 22,8% und wurde zur wichtigsten Oppositionskraft.
  • Ventura polarisiert: In Stichwahl-Szenarien würden sich Umfragen zufolge mehr als 60% der Wähler gegen ihn aussprechen – stärker als bei jedem anderen Kandidaten.
  • Portugal ist eine semipräsidentielle Demokratie: Der Präsident hat überwiegend repräsentative Aufgaben, aber wichtige Befugnisse (u.a. Oberbefehl über die Streitkräfte, Auflösung des Parlaments, Vetorecht).
  • Marcelo Rebelo de Sousa hat das Parlament in den vergangenen vier Jahren dreimal aufgelöst.
Portugal wählt am Sonntag (18. Januar 2026) einen Nachfolger für Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Elf Kandidaten – zehn Männer und eine Frau – treten an; gewählt ist nur, wer die absolute Mehrheit erreicht. Umfragen gehen jedoch davon aus, dass das keinem Bewerber im ersten Wahlgang gelingt, sodass eine Stichwahl im Februar wahrscheinlich ist. Als Bewerber mit Chancen auf die Stichwahl gelten je nach Umfrage vier oder fünf Kandidaten, darunter der Rechtspopulist André Ventura (Chega), der Sozialdemokrat António José Seguro sowie João Cotrim de Figueiredo von der liberal-konservativen Liberal Initiative. Die Wahl wird als politisches Stimmungsbarometer gesehen, weil Chega in den vergangenen Jahren stark gewachsen und inzwischen zweitstärkste Kraft im Parlament ist. Gleichzeitig bleibt Ventura hoch umstritten: In möglichen zweiten Wahlgängen würden sich laut Umfragen mehr als 60 Prozent der Wähler gegen ihn aussprechen. Portugal ist eine semipräsidentielle Demokratie. Das Staatsoberhaupt repräsentiert das Land, hat aber auch zentrale Befugnisse – etwa die Oberbefehlsgewalt über die Streitkräfte und das Recht, das Parlament aufzulösen. Rebelo de Sousa hat davon in den vergangenen vier Jahren dreimal Gebrauch gemacht.

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