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Rita Süssmuth – Nachruf auf eine große Politikerin und Vorkämpferin für Gleichberechtigung
Rita Süssmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin, ist im Alter von 88 Jahren verstorben.
Wichtige Fakten
- • Rita Süssmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin, ist im Alter von 88 Jahren verstorben.
- • Süssmuth war von 1988 bis 1998 Bundestagspräsidentin und diente als Ministerin unter Kanzler Helmut Kohl.
- • Sie setzte sich lebenslang für Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit und Aids-Prävention ein.
- • Trotz einer Brustkrebserkrankung im Jahr 2024 setzte sie ihre politische Arbeit fort.
- • Sie wurde 2023 zur Ehrenbürgerin der Stadt Neuss ernannt.
- • Zahlreiche Politiker, darunter Bundespräsident Steinmeier und Kanzler Merz, würdigten Süssmuth posthum.
- • Süssmuth war von 1987 bis 2002 Abgeordnete im Bundestag.
- • Sie war von 1986 bis 1989 die erste Frauenministerin in Deutschland.
Die frühere Bundestagspräsidentin der CDU, Rita Süssmuth, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Sie wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz als 'Leitstern für unser demokratisches Gemeinwesen' bezeichnet. Süssmuth, die zwischen 1988 und 1998 als Bundestagspräsidentin amtierte, wird für ihre Beiträge zur Stärkung der Demokratie und Gleichstellung in Deutschland hochgeachtet. Ihre Karriere begann im Bildungswesen, bevor sie 1985 als Familien- und Gesundheitsministerin in das Kabinett von Helmut Kohl eintrat. Auch nach ihrer Diagnose einer schweren Brustkrebserkrankung im Jahr 2024 blieb sie öffentlich aktiv und setzte sich für eine moderne Gesellschaft ein. Als erste Frauenministerin und durch ihre Beteiligung an der Reform des Paragrafen 218 trieb sie den Diskurs um Geschlechtergleichheit voran. Süssmuth, die im Laufe ihrer Karriere oft nicht der Parteilinie folgte, hinterlässt ein facettenreiches Erbe, das sie als moderne Stimme in der CDU etablierte. Ihr Einsatz für Aids-Prävention und gegen die Stigmatisierung Erkrankter ist ebenfalls unvergessen.
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