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Zugunglück nahe Adamuz: Mindestens 40 Tote – Ursache weiter unklar, Staatstrauer in Spanien
Nahe Adamuz in der Provinz Córdoba (Andalusien) kollidierten zwei Hochgeschwindigkeitszüge, nachdem ein Iryo-Zug (Málaga–Madrid) entgleiste und auf das Nachbargleis geriet; ein entgegenkommender Renfe-Zug (Madrid–Huelva) entgleiste ebenfalls (tagesschau).
Wichtige Fakten
- • Nahe Adamuz in der Provinz Córdoba (Andalusien) kollidierten zwei Hochgeschwindigkeitszüge, nachdem ein Iryo-Zug (Málaga–Madrid) entgleiste und auf das Nachbargleis geriet; ein entgegenkommender Renfe-Zug (Madrid–Huelva) entgleiste ebenfalls (tagesschau).
- • Die Zahl der Todesopfer stieg laut neuestem Stand auf mindestens 40; weitere Tote sind nicht ausgeschlossen, da die Bergung in schwer zerstörten Waggons andauert (tagesschau, 19.01.2026, 20:53 Uhr).
- • Bei der Kollision wurden Waggons mit großer Wucht aus den Gleisen geschleudert; ein Zug stürzte einen etwa vier Meter hohen Damm hinab (tagesschau).
- • Die Ursache ist weiterhin ungeklärt; die betroffene Strecke ist nach Angaben von Verkehrsminister Óscar Puente erst kürzlich modernisiert worden, der Unfall ereignete sich auf gerader Strecke (tagesschau).
- • Puente sagte, der Iryo-Zug sei „praktisch neu“ (nicht älter als vier Jahre); für den andalusischen Teil des Netzes seien rund 700 Millionen Euro investiert worden, die betreffende Strecke sei im Mai überholt/ausgebaut worden (tagesschau).
- • Renfe schließt menschliches Versagen und überhöhte Geschwindigkeit derzeit aus; beide Züge seien unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gefahren (205 bzw. 210 km/h bei erlaubten 250 km/h) (tagesschau, 19.01.2026, 20:53 Uhr).
- • Renfe verweist zudem auf ein integriertes Sicherheitssystem, das Fahrerfehler automatisch korrigiere; als mögliche Ursachen werden ein technischer Defekt an einem beweglichen Zugteil oder ein Infrastrukturproblem genannt (tagesschau).
- • Ergebnisse der Ermittlungen werden weiterhin frühestens in etwa einem Monat erwartet (tagesschau).
- • Die Hochgeschwindigkeitsstrecken von Madrid nach Andalusien bleiben bis auf Weiteres gesperrt (tagesschau).
- • Ministerpräsident Pedro Sánchez ordnete drei Tage Staatstrauer an und sagte eine vollständig transparente Aufklärung zu; für Dienstag ist ein Besuch des spanischen Königspaars an der Unglücksstelle angekündigt (tagesschau, 19.01.2026, 20:53 Uhr).
- • In der Region zeigten Menschen große Solidarität, u. a. durch Blutspenden und Unterstützung für Angehörige; Andalusiens Regionalpräsident Juan Manuel Moreno sprach von einer Welle der Hilfsbereitschaft (tagesschau).
Nach dem schweren Zugunglück nahe Adamuz (Provinz Córdoba) gehen die Behörden inzwischen von mindestens 40 Todesopfern aus. Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke Málaga–Madrid entgleiste und geriet auf das Nachbargleis; kurz darauf kollidierte er mit einem entgegenkommenden Renfe-Zug (Madrid–Huelva), der ebenfalls entgleiste. Dabei wurden Waggons aus den Gleisen geschleudert, ein Zug stürzte einen rund vier Meter hohen Damm hinab. Rettungskräfte arbeiten weiterhin in schwer zugänglichem Gelände und in stark zerstörten Waggons; weitere Tote werden nicht ausgeschlossen.
Die Ursache bleibt offen. Verkehrsminister Óscar Puente betonte, die Strecke sei erst kürzlich modernisiert worden und der betroffene Iryo-Zug sei „praktisch neu“. Renfe schließt derzeit menschliches Versagen und zu hohe Geschwindigkeit aus und nennt als mögliche Erklärung einen technischen Defekt an einem beweglichen Zugteil oder ein Infrastrukturproblem. Laut Renfe seien beide Züge unter dem Tempolimit gefahren (205 bzw. 210 km/h bei erlaubten 250 km/h). Untersuchungsergebnisse werden frühestens in etwa einem Monat erwartet. Spanien hat Staatstrauer angeordnet; Ministerpräsident Pedro Sánchez versprach eine vollständig transparente Aufklärung. Für Dienstag ist zudem ein Besuch des Königspaars an der Unglücksstelle angekündigt. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und Andalusien bleibt vorerst gesperrt.
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