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Wirtschaft 16.01.2026, 09:30 Aktualisiert: 16.01.2026, 16:10

USA und Taiwan einigen sich auf Handelsabkommen: 15 Prozent Zoll, Ausnahmen für Medikamente und Rohstoffe

USA und Taiwan haben nach monatelangen Verhandlungen ein Handelsabkommen geschlossen, das niedrigere US-Importzölle auf Produkte aus Taiwan vorsieht.

Wichtige Fakten

  • USA und Taiwan haben nach monatelangen Verhandlungen ein Handelsabkommen geschlossen, das niedrigere US-Importzölle auf Produkte aus Taiwan vorsieht.
  • Der Importzoll auf taiwanische Produkte in den USA soll künftig 15 Prozent betragen; für allgemeine Arzneimittel und bestimmte Rohstoffe sollen keine Zölle anfallen.
  • Taiwan stellt im Gegenzug zusätzliche Investitionen in den USA in Aussicht, vor allem in der Halbleiterindustrie und im Bereich Künstliche Intelligenz.
  • Nach Angaben von US-Handelsminister Howard Lutnick umfasst das Paket auch die bereits zuvor zugesagte Investition des Chipherstellers TSMC über 100 Milliarden US-Dollar in den USA.
  • Taiwanische Halbleiter- und Technologieunternehmen sollen mindestens 250 Milliarden US-Dollar in den Ausbau von Produktion in den USA investieren.
  • Taiwan will Kredite in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar garantieren, um weitere Investitionen taiwanischer Unternehmen in den USA zu erleichtern.
  • Das US-Handelsministerium erklärte, mit dem Abkommen werde ein großer Teil des amerikanischen Halbleitersektors wieder in die USA verlagert.
  • Die stellvertretende taiwanische Ministerpräsidentin Cheng Li-chiun sagte auf einer Pressekonferenz in Washington, man hoffe, künftig enge strategische KI-Partner zu werden.
  • Im April des Vorjahres hatte US-Präsident Donald Trump zunächst einen allgemeinen Importzoll von 32 Prozent auf Produkte aus Taiwan verhängt, der später auf 20 Prozent gesenkt wurde.
  • Taiwanische Unternehmen warnen weiterhin vor Belastungen durch den 15-Prozent-Zoll; der Werkzeugmaschinenhersteller Litz Hitech Corp. verwies auf einstellige Gewinnmargen und bezeichnete es als kaum möglich, die Zölle für US-Kunden zu verkraften.
  • Am 15.01.2026 verhängte US-Präsident Trump zudem Zölle in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte fortschrittliche Computerchips.
USA und Taiwan haben nach monatelangen Verhandlungen ein Handelsabkommen erzielt. Demnach werden taiwanische Produkte bei der Einfuhr in die Vereinigten Staaten künftig mit einem Importzoll von 15 Prozent belegt; für allgemeine Arzneimittel sowie bestimmte Rohstoffe sollen keine Zölle anfallen. Im Gegenzug stellt Taiwan zusätzliche Investitionen in den USA in Aussicht – vor allem in der Halbleiterindustrie und im Bereich Künstliche Intelligenz. US-Handelsminister Howard Lutnick erklärte, Teil des Pakets sei auch die bereits im vergangenen Jahr zugesagte TSMC-Investition von 100 Milliarden US-Dollar. Zudem sollen taiwanische Halbleiter- und Technologieunternehmen mindestens 250 Milliarden US-Dollar in den Ausbau von Produktion in den USA investieren; zusätzlich will Taiwan Kreditgarantien in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar bereitstellen, um weitere Investitionen zu erleichtern. Das US-Handelsministerium sieht dadurch die Chance, einen großen Teil des amerikanischen Halbleitersektors wieder in die USA zu verlagern. Auf taiwanischer Seite sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Cheng Li-chiun in Washington, man hoffe, künftig „enge strategische KI-Partner“ zu werden. Gleichzeitig äußern Unternehmen in Taiwan weiter Sorgen: Zwar liegt der neue Zollsatz unter den zuvor von Präsident Donald Trump verhängten Sätzen (32 Prozent, später 20 Prozent), doch etwa der Werkzeugmaschinenhersteller Litz Hitech Corp. warnt angesichts niedriger Margen vor erheblichen Belastungen. Zusätzlich hatte Trump am 15. Januar 2026 Zölle von 25 Prozent auf bestimmte fortschrittliche Computerchips verhängt.

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