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Inland 23.02.2026, 08:09 Aktualisiert: 23.02.2026, 10:02

Verfassungsschutz warnt vor KI-Desinformation vor Landtagswahl in Baden-Württemberg

Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg warnt vor Deepfakes und Desinformation vor der Landtagswahl am 8. März.

Wichtige Fakten

  • Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg warnt vor Deepfakes und Desinformation vor der Landtagswahl am 8. März.
  • In der Slowakei wurde 2024 ein gefälschtes Audio gegen Oppositionskandidat Michal Šimečka eingesetzt.
  • Eine 'Taskforce Desinformation' sensibilisiert die Öffentlichkeit und unterstützt Kandidaten.
  • Forscher warnen vor KI-Schwärmen, die wie echte gesellschaftliche Strömungen wirken können.
  • Die Grünen erlebten bereits einen Deepfake mit Robert Habeck, der eine erfundene Wutrede zeigte.

Warnung vor Desinformationskampagnen

Der Verfassungsschutz in Baden-Württemberg warnt vor Deepfakes und Desinformationskampagnen im Vorfeld der Landtagswahl am 8. März. Als Beispiel nennt die Behörde eine gefälschte Audio-Datei, die bei der Parlamentswahl in der Slowakei 2024 eingesetzt wurde, um Oppositionskandidat Michal Šimečka eine unpopuläre Bierpreiserhöhung zu unterstellen. Obwohl in Baden-Württemberg bisher keine solchen Fälle aufgetreten sind, hat das Landesamt eine 'Taskforce Desinformation' gegründet, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und im Ernstfall zu ermitteln.

Gefahren durch KI-Schwärme und Deepfakes

Neben Deepfakes, wie einem gefälschten Video des ehemaligen Wirtschaftsministers Robert Habeck, warnen Wissenschaftler der Universität Konstanz vor KI-Schwärmen. Diese automatisierten Bot-Netzwerke können durch variierende Formulierungen wie echte gesellschaftliche Strömungen wirken und so das Vertrauen in Institutionen untergraben. Die Technologie dafür ist bereits verfügbar, und Forscher rechnen mit ihrem Einsatz noch in diesem Jahr.

Abwehrstrategien der Kandidaten

Politiker wie der Grünen-Kandidat Michael Joukov reagieren auf Falschmeldungen mit eigenen Videos, die korrekte Fakten liefern, jedoch nur bei großer Verbreitung. Bei persönlichen Deepfakes plant Joukov, auf Unterstützer aus der Gesellschaft zu setzen und Strafanzeige zu stellen. Der Verfassungsschutz empfiehlt, in Richtigstellungen nicht die Falschinformation zu wiederholen, sondern direkt mit der tatsächlichen Position zu beginnen, um eine Weiterverbreitung zu vermeiden.

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