Wehrdienst-Fragebogen: Jeder vierte junge Mann antwortet nicht
Wichtige Fakten
- • 28 Prozent der angeschriebenen jungen Männer beantworten den Fragebogen nicht.
- • Bei ausbleibender Antwort droht ein Bußgeld von 250 Euro.
- • Bis 24. April wurden rund 194.000 Fragebögen verschickt.
- • Die Hälfte der Antwortenden signalisiert Interesse am freiwilligen Wehrdienst.
- • Linken-Fraktionschef Pellmann fordert Straffreiheit für Verweigerer.
Seit Mitte Januar werden alle jungen Männer und Frauen, die 2026 volljährig werden, mit Fragebögen zur Bereitschaft für den freiwilligen Wehrdienst kontaktiert. Für Männer ist die Rückmeldung verpflichtend. Laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter Berufung auf Bundeswehr-Kreise blieb jedoch jeder vierte der bisher verschickten Fragebögen unbeantwortet.
Nach Zahlen des Bundesverteidigungsministeriums wurden bis zum 24. April rund 194.000 Anschreiben versandt. Von den angeschriebenen jungen Männern füllten 72 Prozent den Fragebogen aus, 28 Prozent nicht. Das neue Wehrdienstgesetz wertet die fehlende Rückmeldung als Ordnungswidrigkeit. Vier Wochen nach Versand folgt eine Mahnung, bei dauerhafter Verweigerung droht ein Bußgeld von 250 Euro. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums bestätigte entsprechende Pläne.
Der Fragebogen erfasst Eignung und Bereitschaft für den mindestens sechsmonatigen Dienst. Etwa die Hälfte der bisherigen Antwortenden signalisierte Interesse. Linken-Fraktionschef Sören Pellmann forderte Straffreiheit und nannte die Verweigerung einen legitimen Akt der Zivilcourage.
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