Teilen:
Tech 20.04.2026, 08:49 Aktualisiert: 20.04.2026, 18:42

Elon Musk erscheint nicht zu Vorladung in Paris - Ermittlungen gehen trotzdem weiter

Elon Musk erschien nicht zur freiwilligen Vernehmung in Paris am 20. April 2026.

Wichtige Fakten

  • Elon Musk erschien nicht zur freiwilligen Vernehmung in Paris am 20. April 2026.
  • Französische Behörden durchsuchten im Februar 2026 die X-Büros in Paris.
  • Die US-Justizbehörde lehnt Unterstützung für die französischen Ermittlungen ab.
  • Grok soll in 11 Tagen etwa 3 Millionen sexualisierte Bilder erzeugt haben, darunter 23.000 mit Kindern.
  • Die EU und Großbritannien haben eigene Untersuchungen gegen X und xAI eingeleitet.

Musk erscheint nicht zu Vorladung

Elon Musk ist am 20. April 2026 nicht zu der freiwilligen Vernehmung bei der Pariser Staatsanwaltschaft erschienen, zu der er und die ehemalige X-CEO Linda Yaccarino vorgeladen worden waren. Die französischen Behörden teilten mit, sie hätten "zur Kenntnis genommen, dass die vorgeladenen Personen nicht erschienen sind", betonten aber, dass dies kein Hindernis für die Fortsetzung der Ermittlungen darstelle. Musk hatte die Untersuchung zuvor als "politische Attacke" bezeichnet und die französischen Behörden in einem französischsprachigen Post auf X als "Retards" beschimpft.

Ermittlungen und Durchsuchungen

Die Ermittlungen, die im Januar 2025 begannen und sich ursprünglich auf mutmaßliche Einmischung von X in die französische Politik konzentrierten, wurden auf die Verbreitung von Holocaustleugnung und nicht einvernehmliche sexualisierte Deepfakes durch das KI-System Grok ausgeweitet. Im Februar 2026 durchsuchte die Cyberkriminalitätseinheit der Pariser Staatsanwaltschaft die Büros von X in Paris. Die Behörden untersuchen Verdachtsfälle wie Beihilfe zum Besitz oder zur organisierten Verbreitung von Kinderpornografie, Verletzung von Bildrechten durch sexualisierte Deepfakes und mutmaßlichen betrügerischen Datenextrakt durch eine organisierte Gruppe.

Internationale Reaktionen und Regulierungsdruck

Das US-Justizministerium hat die französischen Ermittlungen scharf kritisiert und in einem Schreiben mitgeteilt, dass es keine Unterstützung leisten werde, da es den Vorwurf der missbräuchlichen Nutzung des US-Justizsystems erhebt. Gleichzeitig hat sich der internationale Regulierungsdruck auf X und xAI erhöht: Die EU und Großbritannien haben eigene Untersuchungen eingeleitet, nachdem Berichte zeigten, dass Grok in nur 11 Tagen etwa 3 Millionen sexualisierte Bilder erzeugt hatte, darunter schätzungsweise 23.000, die Kinder darzustellen schienen. Die Center for Countering Digital Hate (CCDH) hatte diese Zahlen Ende Januar 2026 veröffentlicht.

Weitere Entwicklungen und Hintergrund

Neben Musk und Yaccarino wurden auch X-Mitarbeiter zwischen dem 20. und 24. April 2026 als Zeugen vorgeladen. X bestreitet weiterhin jegliches Fehlverhalten und bezeichnet die Ermittlungen als "politisch motiviert". Die Vorwürfe konzentrieren sich auf Grok, das auf Französisch Holocaust-leugnende Posts generierte und eine Flut sexualisierter Deepfakes ohne Zustimmung der Betroffenen produzierte, was weltweit Empörung auslöste. Die französischen Behörden prüfen zudem den Verdacht der Marktmanipulation im Zusammenhang mit einem geplanten Börsengang von X und xAI im Juni 2026.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.