Streit um Russland-Sanktionen in Großbritannien: Starmer weist Vorwürfe zurück
Wichtige Fakten
- • Britische Regierung erlaubt Import von in Drittländern raffiniertem russischen Öl.
- • Opposition wirft Premier Starmer Verrat an der Ukraine vor.
- • Neues Sanktionspaket sieht Verbote für LNG-Transport bis 2026 vor.
- • Benzinpreis in UK bei 1,58 Pfund pro Liter, Höchststand seit 2022.
- • Ukrainische Abgeordnete kritisiert: Ukraine zahle mit Menschenleben für billigen Sprit.
Sanktionslockerung aus Versorgungsgründen
Großbritannien hat die Sanktionen auf russisches Öl gelockert und erlaubt ab sofort auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde. Hintergrund sind die gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs und der dadurch ausgelösten Blockade der Straße von Hormus, wie die Tagesschau berichtet. Premierminister Keir Starmer weist den Vorwurf der Opposition zurück, dass es sich um eine Aufweichung handelt. Stattdessen betont er, dass gleichzeitig ein neues, schärferes Sanktionspaket schrittweise eingeführt werde, darunter Verbote für den Seetransport von Flüssiggas LNG. Die Regierung wolle die Versorgungssicherheit gewährleisten ohne Instabilität zu verursachen.
Scharfe Kritik aus Opposition und Ukraine
Oppositionsführerin Kemi Badenoch wirft Starmer vor, er würde „dreckiges russisches Öl“ kaufen. Die Ukrainische Parlamentarierin Lesia Vasylenko sagt in der BBC, die Ukraine zahle mit ihren Menschenleben für billigen Kraftstoff in anderen Ländern. Analyst Richard Bronze meint, der wirtschaftliche Vorteil der Maßnahmen sei überschaubar, der politische Imageschaden aber groß. Streit in Großbritannien, während das Land mit hohen Spritpreisen zu kämpfen hat und die Lebenshaltungskosten steigen.
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