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Wetter 15.07.2026, 00:11 Aktualisiert: 15.07.2026, 18:03

Großbritannien in der Klimakrise: Neue Rekorde und Wassernotstand

Höchste Tagestemperatur in Südengland 4,5°C heißer als 1961–1990.

Wichtige Fakten

  • Höchste Tagestemperatur in Südengland 4,5°C heißer als 1961–1990.
  • Mehr als 2.700 hitzebedingte Todesfälle in England und Wales im Mai/Juni.
  • Rekordtrockener Frühling: England verzeichnete trockensten seit über 100 Jahren.
  • Über acht Millionen Haushalte in England von Hausverboten betroffen.
  • Waldbrände bedrohen Gemeinden in Ontario; Toronto hat weltweit schlechteste Luftqualität.

Großbritannien in der Klimakrise

Der Klimawandel verändert das Wetter in Großbritannien grundlegend, so ein neuer Bericht des Met Office. Die heißesten Tage im Süden Englands sind nun im Durchschnitt 4,5 °C wärmer als im Zeitraum 1961–1990. In London hat sich die Zahl der Tage über 30 °C und Nächte über 18 °C im Jahrzehnt 2016–2025 mehr als vervierfacht. Insgesamt wurde 2025 als wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1884 bestätigt. Mike Kendon, Klimawissenschaftler des Met Office, sagt, dass das Klima des 20. Jahrhunderts 'nun Geschichte ist'. Die Trockenheit bleibt alarmierend: England erlebte den trockensten Frühling seit über 100 Jahren. In der Folge steigt die Zahl der Haushalte mit Hausverboten: Fünf Wasserwerke in England haben Schlängelverbote erlassen, wobei über acht Millionen Haushalte betroffen sind. Die Wasserwerke wurden für historische Unterinvestitionen kritisiert. Die Regierung plant im Zuge von Anpassungsmaßnahmen neun neue Stauseen bis 2050.

Großbrände in Nordamerika

Gleichzeitig wird auch Nordamerika von verheerenden Folgen der Hitzewelle und Dürre getroffen. In der kanadischen Provinz Ontario haben über 100 aktive Waldbrände zu massiven Evakuierungen in Dörfern, insbesondere in den First Nations-Gemeinschaften, geführt. Die Feuer bedrohten gar die Eisenbahnlinie; ein Zug wurde evakuiert. Dorfbewohner von Namaygoosisagagun First Nation schilderten nur Minuten Zeit zur Flucht. Der Rauch führte über der Millionenmetropole Toronto im Coronen-Ranking vom IQAiR zur weltweit schlechtesten Luftqualität. Der Himmel färbte sich giftig gelb, die Temperaturen kletterten auf 37,3 °C, mit 55 °C auf der Rollbahn des Flughafens. Die Empfehlungen warnen vor Gesundheitsschäden. Beobachter sehen in der wachsenden Schwere der Brände einen alarmierenden Vorboten des Klimawandels.

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