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Wirtschaft 28.05.2026, 05:21 Aktualisiert: 28.05.2026, 23:00

Iran-Krieg: Patt zwischen Eskalation und Waffenruhe – Trump sucht Ausweg

USA greifen Militärgelände in Bandar Abbas an.

Wichtige Fakten

  • USA greifen Militärgelände in Bandar Abbas an.
  • Iran attackiert US-Stützpunkt als Vergeltung.
  • Trump droht Oman bei Kontrolle der Meerenge.
  • Waffenruhe nach 60-tägiger Verlängerung noch unsicher.
  • US-Inflation klettert auf 3,8 Prozent.
  • DAX schließt bei 25.092 Punkten, minus 0,34 %.
  • Ölpreis schwankt zwischen 93 und 98 Dollar.
  • Zwei Drittel der Neuantworten sind doppelt.

Neue Angriffe trotz Waffenruhe – USA und Iran liefern sich Gefechte

Die USA haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums erneut ein Militärgelände in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas angegriffen. Die Aktion sei „zurückhaltend und rein defensiv“ gewesen, hieß es. Iran reagierte mit einem Vergeltungsangriff auf einen US-Luftwaffenstützpunkt. Die Straße von Hormus bleibt ein zentraler Streitpunkt: Teheran will künftig Gebühren für die Durchfahrt erheben und hat eine eigene Behörde dafür eingerichtet, die die USA mit Sanktionen belegten. Präsident Trump drohte dem Oman, einem langjährigen Verbündeten, mit militärischer Gewalt, sollte er eine gemeinsame Kontrolle der Meerenge mit Iran anstreben. Der Konflikt dauert nun drei Monate und zeigt keine Anzeichen einer schnellen Lösung.

Wirtschaftliche Folgen: Inflation steigt, Börsen schwanken

Die anhaltende Hängepartie belastet die Märkte. Der DAX schloss am 28. Mai bei 25.092 Punkten (minus 0,34 Prozent), während der Ölpreis nach zwischenzeitlichen Anstiegen auf über 98 Dollar auf rund 93 Dollar fiel. Treiber sind vor allem Gerüchte über eine mögliche Verlängerung der Waffenruhe. Die US-Inflation (PCE) kletterte im April auf 3,8 Prozent – den höchsten Stand seit drei Jahren – getrieben durch die Kriegsauswirkungen. Notenbankexperten rechnen dennoch nicht mit einer raschen Zinswende. Investoren setzen weiterhin auf Rüstungstitel und KI-Aktien, die gegen den Trend zulegen.

Innensicht Iran und der internationale Druck

Nach drei Monaten Krieg herrscht in Iran eine düstere Stimmung. Die Hoffnung auf einen Regimewechsel ist verflogen, die Menschen sind wirtschaftlich schwer belastet und eingeschüchtert durch repressive Maßnahmen. Präsident Peseschkian ließ immerhin die Internetblockade aufheben – eine Entscheidung, die jedoch juristisch angefochten werden könnte. International zeichnet sich kein Durchbruch ab: Der pakistanische Vermittlungsversuch stockt, und Grossist Trump meidet Zeitdruck durch US-Wahlen. Ein Ende des Konflikts scheint weiter entfernt denn je.

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