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Israel verschärft Maßnahmen gegen die UNRWA – Humanitäre Krise droht
Israel hat den Zugang zu Strom und Wasser für Einrichtungen der UNRWA gesetzlich verboten.
Wichtige Fakten
- • Israel hat den Zugang zu Strom und Wasser für Einrichtungen der UNRWA gesetzlich verboten.
- • Mehr als 48.000 Schülerinnen und Schüler sind von einem sofortigen Bildungsentzug bedroht.
- • Rund 900.000 Patienten könnten keine Gesundheitsdienstleistungen mehr erhalten.
- • Israel beschuldigt die UNRWA, von der Hamas infiltriert zu sein.
- • Eine interne Untersuchung ergab, dass 9 von 13.000 Mitarbeitern im Gazastreifen an einem Terrorangriff beteiligt waren.
- • Ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs empfiehlt Israel, die Arbeit von UNRWA zu unterstützen, dies ist jedoch nicht rechtlich bindend.
- • Die Beschlagnahmung von UN-Einrichtungen ohne vorherige Warnung ist ein Verstoß gegen internationales Recht laut UNRWA.
- • Die Berufsschule in Kalandia bei Ramallah, die seit mehr als 70 Jahren existiert, ist unmittelbar von den Maßnahmen betroffen.
- • Israelische Sicherheitskräfte könnten Einrichtungen der UNRWA ohne Vorwarnung stürmen.
- • Die Arbeitslosigkeit im Westjordanland ist hoch, was die Situation der betroffenen Schüler verschärft.
Israel hat kürzlich die Maßnahmen gegen das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA weiter verschärft. Den Einrichtungen der UNRWA, wie der Berufsschule in Kalandia bei Ramallah, soll der Zugang zu Strom und Wasser untersagt werden. Diese Schule bietet seit über 70 Jahren Jugendlichen eine Berufsausbildung an und ist ein zentraler Bildungsort in einem Kontext hoher Arbeitslosigkeit. Obwohl bereits 2024 geplant, werden die Gesetze nun strikter umgesetzt und israelische Sicherheitskräfte könnten die Einrichtungen ohne Vorwarnung stürmen. Die internationale Gemeinschaft, einschließlich des Internationalen Gerichtshofs, äußert Bedenken, dass dies gegen internationales Recht verstößt. Roland Friedrich, Lokaldirektor der UNRWA, warnt vor den tiefgreifenden Folgen, sollten die Maßnahmen umgesetzt werden. Zehntausende Schüler könnten ihren Bildungszugang verlieren, während knapp 900.000 Patienten ohne medizinische Versorgung bleiben. Diese Entwicklungen könnten die Instabilität in der Region verschärfen.
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