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International 19.01.2026, 03:47 Aktualisiert: 19.01.2026, 20:02

Waldbrände in Chile: Zahl der Toten steigt auf mindestens 19 – Notstand in Biobío und Ñuble

Bei den Waldbränden in Zentral- und Südchile kamen nach Behördenangaben inzwischen mindestens 19 Menschen ums Leben (zuvor: 18).

Wichtige Fakten

  • Bei den Waldbränden in Zentral- und Südchile kamen nach Behördenangaben inzwischen mindestens 19 Menschen ums Leben (zuvor: 18).
  • Zehntausende Menschen wurden aufgefordert bzw. gezwungen, ihre Häuser zu verlassen; rund 50.000 Menschen wurden evakuiert.
  • Hunderte Häuser wurden zerstört, die Brände drangen teils bis in bewohnte Gebiete vor.
  • Präsident Gabriel Boric rief in der Region Biobío sowie in der benachbarten Region Ñuble den Notstand/Katastrophenzustand aus, um zusätzliche Kräfte – auch Soldaten zur Unterstützung der Feuerwehr – einsetzen zu können.
  • Sicherheitsminister Luis Cordero betonte, dass Evakuierungsanweisungen sofort befolgt werden müssen, da sich das Feuer dynamisch und unberechenbar ausbreitet.
  • Aus Penco berichteten Bewohner gegenüber AFP von plötzlich eskalierenden Bränden, Wirbelwinden und extrem giftigem Rauch; viele flohen nur mit dem, was sie am Körper trugen.
  • Die Regionalregierung sprach von einer schweren Umweltkrise und geht von Brandstiftung aus; Ermittlungsbehörden untersuchen die Brandursachen.
  • Boric erklärte, 99 Prozent der Brände würden durch menschliches Handeln verursacht – vorsätzlich oder fahrlässig – und appellierte an mehr Verantwortung.
  • Hitze und starke Winde erschweren die Löscharbeiten; Temperaturen stiegen zeitweise auf über 38 Grad Celsius. Boric warnte zudem, gelöschte Brände könnten aufgrund der Wetterlage erneut aufflammen.
  • Lokale Behörden hatten kritisiert, dass anfangs staatliche Unterstützung ausgeblieben sei; Anwohner berichteten, die Brände hätten sie nach Mitternacht überrascht.
In Chile wüten im Sommer der Südhalbkugel schwere Waldbrände in der Landesmitte und im Süden. Nach aktuellen Behördenangaben stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens 19. Hunderte Häuser wurden zerstört, rund 50.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, während die Flammen vielerorts bis in bewohnte Gebiete vordrangen. Sicherheitsminister Luis Cordero rief die Bevölkerung erneut dazu auf, Evakuierungsanweisungen umgehend zu befolgen, da sich das Feuer schnell und unberechenbar ausbreite. Präsident Gabriel Boric verhängte in den Regionen Biobío und Ñuble den Notstand/Katastrophenzustand, wodurch zusätzlich auch Soldaten die Feuerwehr unterstützen können. Aus der besonders betroffenen Kleinstadt Penco schilderten Bewohner gegenüber AFP, wie Wirbelwinde die Flammen anfachten und giftiger Rauch eine überstürzte Flucht nötig machte. Die Bekämpfung der Brände wird durch starke Winde und extreme Hitze (teils über 38 Grad) erschwert; Boric warnte zudem, bereits gelöschte Brände könnten wieder aufflammen. Während lokal anfangs fehlende staatliche Hilfe kritisiert wurde, gehen Regionalbehörden inzwischen von Brandstiftung aus – die Ursachen werden von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei untersucht.

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