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Carney und Xi sprechen von „strategischer Partnerschaft“ – Kanada und China nähern sich an und vereinbaren Energie- und Handelsgespräche
Kanadas Premier Mark Carney traf in Peking Chinas Staatschef Xi Jinping in der Großen Halle des Volkes; es ist der erste Besuch eines kanadischen Regierungschefs in China seit acht Jahren.
Wichtige Fakten
- • Kanadas Premier Mark Carney traf in Peking Chinas Staatschef Xi Jinping in der Großen Halle des Volkes; es ist der erste Besuch eines kanadischen Regierungschefs in China seit acht Jahren.
- • Carney sprach von einer „neuen strategischen Partnerschaft“ und stellte „Engagement und Zusammenarbeit“ als Grundlage einer Annäherung dar.
- • Laut Carney gibt es eine vorläufige handelspolitische Verständigung zur Senkung von Zöllen; konkrete Details bleiben teils offen.
- • Carney kündigte zudem eine Verpflichtung an, 49.000 Elektroautos aus China zu Vorzugszöllen zu importieren.
- • Während der Reise wurde ein Abkommen zur Zusammenarbeit bei sauberer Energie und fossilen Brennstoffen unterzeichnet; damit werden ministerielle Gespräche wieder aufgenommen, die Berichten zufolge fast ein Jahrzehnt eingefroren waren.
- • Das Energieabkommen könnte mehr kanadische Exporte fossiler Brennstoffe nach China ermöglichen; 2024 gingen laut Bericht nur rund 2% der kanadischen Rohölexporte nach China.
- • Weitere Vereinbarungen betreffen laut Bericht u. a. Forstwirtschaft, Kultur und Tourismus.
- • Xi erklärte, die Beziehungen hätten einen „Wendepunkt“ erreicht und verwies auf ein Treffen am Rande des Apec-Gipfels im Oktober 2025 als Startpunkt der Verbesserung.
- • Die Beziehungen waren seit 2018 wegen der Festnahme der Huawei-Managerin Meng Wanzhou in Kanada (auf US-Ersuchen) und der anschließenden Inhaftierung zweier Kanadier in China stark belastet; alle wurden 2021 freigelassen.
- • Kanada will seine Handelsabhängigkeit von den USA reduzieren; 2024 gingen laut Regierungsstatistik etwa 75% der kanadischen Waren in die USA, China nahm weniger als 4% der kanadischen Exporte ab.
China und Kanada signalisieren nach Gesprächen von Premier Mark Carney mit Staatschef Xi Jinping in Peking eine deutliche Annäherung. Carney sprach in der Großen Halle des Volkes von einer „neuen strategischen Partnerschaft“, die an „neue globale Realitäten“ angepasst werden solle, und verwies auf Chancen insbesondere in Landwirtschaft, Energie und Finanzfragen. Nach Carneys Angaben gibt es eine vorläufige Verständigung, die auf den Abbau von Zöllen zielt; zudem kündigte er eine Verpflichtung an, 49.000 chinesische Elektroautos zu Vorzugszollsätzen zu importieren.
Parallel unterzeichneten beide Seiten ein Abkommen zur Kooperation bei sauberer Energie und fossilen Brennstoffen und nahmen damit ministerielle Gespräche wieder auf, die laut Bericht nahezu ein Jahrzehnt pausiert hatten. Das könnte nicht nur mehr chinesische Clean-Tech-Importe nach Kanada erleichtern, sondern auch kanadische fossile Exporte nach China ausweiten – bislang gingen 2024 demnach nur rund zwei Prozent der kanadischen Rohölexporte nach China. Ergänzend wurden Vereinbarungen zu Forstwirtschaft, Kultur und Tourismus genannt.
Xi erklärte, die Beziehungen hätten einen Wendepunkt erreicht, und verwies auf Fortschritte seit einem Treffen am Rande des Apec-Gipfels im Oktober 2025. Die diplomatischen Spannungen reichen bis 2018 zurück (Meng Wanzhou, Festnahmen gegenseitiger Staatsbürger, wechselseitige Strafzölle sowie Vorwürfe chinesischer Einflussnahme). Carneys Kurswechsel steht zugleich im Zeichen wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit durch US-Zölle: Kanada sucht breitere Absatzmärkte, auch wenn die USA 2024 weiterhin rund drei Viertel der kanadischen Waren abnahmen und China weniger als vier Prozent.
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