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International 28.05.2026, 04:44 Aktualisiert: 28.05.2026, 23:01

Israel weitet Offensive aus: Angriff auf Beirut, Vorstoß in Gaza und „freiwillige Migration“

Israel greift erstmals seit Wochen Vorort Beiruts an, Ziel war Ali al-Husseini.

Wichtige Fakten

  • Israel greift erstmals seit Wochen Vorort Beiruts an, Ziel war Ali al-Husseini.
  • Kinder unter den Toten bei Luftangriffen nahe Sidon und Tyros.
  • Netanjahu kündigt an, 70% des Gazastreifens zu kontrollieren, aktuell 60%.
  • US-finanziertes Waffenruhe-Abkommen mit Iran von Trump noch nicht bestätigt.
  • Mehr als 3.000 Tote im Libanon seit Kriegsbeginn laut Gesundheitsministerium.

Erneuter Angriff auf Beirut nach wochenlanger Pause

Die israelische Armee hat erstmals seit Wochen wieder einen südlichen Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Nach israelischen Angaben handelte es sich um einen „präzisen Angriff“ auf Ali al-Husseini, den Chef der Raketenabteilung der mit der Hisbollah verbündeten Imam-Hussein-Division. Israelischen Sicherheitskreisen zufolge hatte die Armee auf Bitten der US-Regierung drei Wochen lang von Angriffen auf Beirut abgesehen. Der Angriff gefährdet die seit dem 16. April brüchige Waffenruhe mit dem Libanon, die von den USA vermittelt wurde.

Schwere Gefechte im Südlibanon und Gazastreifen

Bei israelischen Luftangriffen nahe der Stadt Sidon wurden mindestens sechs Menschen getötet, darunter zwei Kinder und deren Eltern. In Tyros starben zwei syrische Staatsangehörige bei einem Drohnenangriff. Insgesamt kamen im Libanon seit Kriegsbeginn laut Gesundheitsministerium mehr als 3.000 Menschen ums Leben. Währenddessen kündigte Israels Premier Benjamin Netanjahu an, die Armee solle die Kontrolle über 70 Prozent des Gazastreifens übernehmen, was 60 Prozent mehr wäre als in der Waffenruhe vereinbart.

Verschärfter Ton aus Israel und Teheran

Israels Verteidigungsminister Israel Katz bekräftigte die Umsetzung eines „freiwilligen Migrationsplans“ für den Gazastreifen, den Menschenrechtler als ethnische Säuberung bezeichnen. Zudem drohe die Hisbollah mit Gegenangriffen und schwer einschätzbaren Glasfaserdrohnen. Parallel dazu hat das von den USA vermittelte 60-Tage-Waffenruhe-Memorandum mit Iran laut unbestätigten Berichten die Zustimmung noch nicht erhalten, während die Spannungen unvermindert anhalten.

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