Teilen:
Israel verschärft Maßnahmen gegen UNRWA: Versorgungsstop für Wasser und Strom in palästinensischen Gebieten
Das israelische Parlament hat Gesetze verschärft, die die Versorgung von UNRWA-Einrichtungen mit Wasser und Strom verbieten.
Wichtige Fakten
- • Das israelische Parlament hat Gesetze verschärft, die die Versorgung von UNRWA-Einrichtungen mit Wasser und Strom verbieten.
- • Mehr als 48.000 Schülerinnen und Schüler sowie 900.000 Patienten sind von den Maßnahmen betroffen.
- • Die UNRWA betreibt Schulen und Gesundheitszentren in den palästinensischen Gebieten und im annektierten Ostjerusalem.
- • Interne Untersuchungen ergaben, dass 9 von 13.000 UNRWA-Mitarbeitern in Gaza am 7. Oktober an einem Terrorangriff beteiligt waren.
- • Der Internationale Gerichtshof stellte fest, dass UNRWA unersetzlich ist, das Gutachten ist jedoch nicht rechtlich bindend.
- • Israel plant ab 2025 ein Arbeitsverbot für UNRWA auf israelischem Staatsgebiet.
Israel hat kürzlich die gesetzliche Grundlage verschärft, um die UNRWA in den palästinensischen Gebieten unter erhöhten Druck zu setzen. Die Versorgung der Einrichtungen mit Wasser und Strom soll gesetzlichen Bestimmungen zufolge gestoppt werden, was Schulen und Gesundheitszentren betrifft. Der UNRWA Lokaldirektor Roland Friedrich äußerte seine Besorgnis über die weitreichenden Folgen dieser Maßnahmen. In Kalandia, nahe Ramallah, befinden sich Bildungseinrichtungen, die von den Maßnahmen direkt betroffen sind und seit über 70 Jahren tätig sind. Die Schüler und Lehrer stehen unter enormem Druck, da die mögliche Schließung ihrer Zukunftsperspektiven bedroht. Während die israelische Regierung auf angebliche Verbindungen zwischen der UNRWA und Terrororganisationen in Gaza verweist, warnt der Internationale Gerichtshof, dass das Vorgehen internationales Recht brechen könnte.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.