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DAX zum Wochenschluss leicht im Minus – Trump-Drohungen zu Grönland belasten, Klöckner & Co. springt
Der DAX schloss zum Wochenschluss 0,22 Prozent tiefer bei 25.297 Punkten, nachdem er lange seitwärts gelaufen war.
Wichtige Fakten
- • Der DAX schloss zum Wochenschluss 0,22 Prozent tiefer bei 25.297 Punkten, nachdem er lange seitwärts gelaufen war.
- • Auslöser für die späte Verkaufsneigung waren neue Aussagen von US-Präsident Donald Trump: Er drohte Ländern mit neuen Zöllen, die seine Besitzansprüche auf Grönland nicht unterstützen.
- • Der DAX markierte in der Woche bei 25.507 Punkten ein Rekordhoch und liegt seit Jahresbeginn weiter etwas mehr als drei Prozent im Plus.
- • Die deutsche Wirtschaft wuchs nach zwei Rezessionsjahren 2025 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr; Ökonomen erwarten für 2026 ein Wachstum von etwa einem Prozent.
- • Ulrich Kater (Chefvolkswirt der DekaBank) spricht von einer Verschnaufpause: Nach geopolitischen Entwicklungen u.a. in Venezuela, Grönland und Iran müssten die Kapitalmärkte die Lage zunächst verdauen.
- • USA und Taiwan haben ein Handels-/Chipabkommen geschlossen: Taiwanische Chip-Konzerne sollen mindestens 250 Milliarden US-Dollar in den USA investieren; im Gegenzug sinken US-Zölle auf Waren aus Taiwan von 20 auf 15 Prozent, um Lieferketten zu sichern und Produktion stärker in die USA zu verlagern.
- • Im DAX gehörten Siemens Energy (rund +6 Prozent) und RWE (gut +1,4 Prozent) zu den Gewinnern; Chemiewerte standen unter Druck, darunter Brenntag und BASF.
- • Klöckner & Co. stiegen im SDAX nach dem Übernahmeangebot von Worthington Steel um rund 28 Prozent; das Transaktionsvolumen liegt bei 2,1 Milliarden Euro, Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen die Annahme; Metzler-Analyst Thomas Schulte-Vorwick sieht strategischen Sinn und Synergiepotenzial.
Zum Wochenschluss ist der DAX leicht schwächer aus dem Handel gegangen. Nachdem der Leitindex über weite Strecken kaum Bewegung gezeigt hatte, setzte im späten Geschäft moderate Verkaufsneigung ein: Neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit Grönland drückten auf die Stimmung. Trump stellte neue Zölle für Länder in Aussicht, die seine Besitzansprüche auf Grönland nicht unterstützen. Am Ende schloss der DAX 0,22 Prozent tiefer bei 25.297 Punkten.
Trotz des ruhigen Ausklangs bleibt die Bilanz der Woche bemerkenswert: Der DAX markierte bei 25.507 Punkten ein neues Rekordhoch und liegt seit Jahresbeginn weiterhin etwas mehr als drei Prozent im Plus. Rückenwind kommt aus Konjunkturhoffnungen: Nach zwei Rezessionsjahren wuchs die deutsche Wirtschaft 2025 um 0,2 Prozent, für 2026 trauen Ökonomen Deutschlands größter Volkswirtschaft etwa ein Prozent Wachstum zu. DekaBank-Chefvolkswirt Ulrich Kater spricht allerdings von einer Verschnaufpause, da die Kapitalmärkte die jüngsten geopolitischen Entwicklungen – unter anderem in Venezuela, Grönland und Iran – erst einmal verdauen müssten.
Bei den Einzelwerten gab es klare Gewinner: Siemens Energy legte als Tagessieger rund sechs Prozent zu, auch RWE stieg um gut 1,4 Prozent. Belastet wurden hingegen vor allem Chemiewerte; Analysten von Barclays und JPMorgan sehen wenig Chancen auf eine schnelle Belebung der schwachen Branche, Brenntag und BASF zählten zu den größeren Verlierern. Ein Aufreger kam aus dem SDAX: Klöckner & Co. sprangen nach dem Übernahmeangebot von Worthington Steel um rund 28 Prozent, das Volumen der Transaktion wird auf 2,1 Milliarden Euro beziffert; Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen die Annahme. International bleibt zudem die Chipbranche im Fokus – auch vor dem Hintergrund des US-Taiwan-Abkommens mit Investitionszusagen von mindestens 250 Milliarden Dollar und sinkenden US-Zöllen von 20 auf 15 Prozent, das Lieferketten absichern und Produktion stärker in die USA verlagern soll.
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